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KIRCHE ST. BARTHOLOMÄUS

Mitten in der Oppenheimer Altstadt lädt die Kirche St. Bartholomäus dazu ein, in die bewegte religiöse Geschichte der Stadt einzutauchen.

Ursprünglich als Kirche eines Franziskanerklosters im 13. Jahrhundert erbaut, spiegelt sie noch heute die schlichte und klare Architektur des Ordens wider. Nicht nur die zurückhaltende Schönheit des Kirchenraums und der kleine ehemalige Klostergarten machen St. Bartholomäus zu einem lohnenden Ziel für alle, die Oppenheim entdecken möchten. Mit der von dem Benediktinermönch Notker Becker (1883-1978) ausgestalteten Marienkapelle verbirgt sich hier auch ein überraschender Kunstschatz.

Wer in Oppenheim von der prachtvollen Katharinenkirche zu St. Bartholomäus kommt, erlebt einen bemerkenswerten Kontrast.

Hier beeindruckt nicht monumentaler Reichtum, sondern die Kraft des Schlichten. Klare Formen und eine zurückhaltende Gestaltung erzählen von den franziskanischen Wurzeln dieser Kirche – und von einer Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht.

Damals ließen sich Franziskaner in Oppenheim nieder. Mit ihrem Kloster entstand ein religiöses Zentrum, das über lange Zeit auch das geistige Leben der Stadt mitprägte. Die Kirche folgte dabei ganz dem Ideal des Ordens: keine aufwendige Raumgliederung, keine überbordende Gestaltung, sondern eine Architektur, die sich auf das Wesentliche konzentriert.

Doch hinter diesen stillen Mauern verbirgt sich eine bewegte Geschichte. Mit der Reformation im 16. Jahrhundert mussten die Franziskaner Oppenheim verlassen, das Kloster wurde aufgehoben. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts nutzten zeitweise zugewanderte reformierte Gemeinden die Kirche. Während des Dreißigjährigen Krieges kehrten Franziskaner vorübergehend zurück. Erst 1686 gelang es ihnen, ihre Niederlassung dauerhaft wiederaufzubauen. Seit dieser Zeit diente St. Bartholomäus als katholische Pfarrkirche.

Bis 1802 bestand hier erneut klösterliches Leben. Dann wurde der Konvent aufgehoben und die verbliebenen Gebäude erhielten andere kirchliche Aufgaben.

Doch dieser Ort war nicht allein vom Glauben geprägt. Zeitweise richtete die Stadt in den Klostergebäuden auch eine Lateinschule ein. Über viele Generationen gehörte sie zum städtischen Leben, bevor sie im 18. Jahrhundert in die allgemeinen Schulstrukturen überging.

Von der einstigen Klosteranlage sind heute nur noch einzelne bauliche Spuren erhalten. Wer genauer hinsieht, kann den früheren Zusammenhang von Kirche, Kloster und Schule im Stadtbild jedoch noch immer erkennen.

Gerade neben der nahe gelegenen Katharinenkirche entfaltet St. Bartholomäus ihren ganz eigenen Charakter. Ihre Schlichtheit ist kein Mangel an Ausdruck – sie ist ihre Besonderheit. Und sie macht die Kirche zu einem Ort, an dem sich religiöse Geschichte, Bildung und das Leben der Stadt über viele Jahrhunderte miteinander verbinden.

Im Jahr 1258 kamen Franziskanermönche nach Oppenheim.

Die Franziskaner wollten den christlichen Glauben zu den Menschen bringen und nicht einsam im Kloster beten.

Sie lebten daher von Spenden. Am Marktplatz, mitten in der Stadt, bauten sie ihr Kloster und eine Kirche und weil sie so bescheiden waren, bauten sie absichtlich keinen großen Kirchturm.

Nach über 300 Jahren mussten die Mönche wegen der Einführung der Reformation die Stadt verlassen. Damit das Gebäude nicht leer stand, eröffnete der Bürgermeister dort im Jahr 1568 eine Schule. Plötzlich drückten Kinder in den alten Klostermauern die Schulbank und lernten Lesen, Schreiben und Rechnen.

Doch die friedliche Zeit endete mit einem großen Schrecken: Im Jahr 1689 zündeten feindliche Soldaten aus Frankreich ganz Oppenheim an. Ein riesiges Flammenmeer zerstörte die Stadt, und auch die Kirche brannte bis auf die dicken Außenmauern völlig aus.

Die Oppenheimer gaben das Gotteshaus aber nicht völlig auf und bauten ab 1705 die Ruine mühsam wieder auf. An Stelle der Klostergebäude befindet sich heute ein Kindergarten. Die Kirche selbst steht heute wie ein starker Überlebenskünstler direkt hinter den Häusern am Marktplatz.

Die Kirche Sankt Bartholomäus steht in der Alt-Stadt.

Vor ungefähr 800 Jahren haben Mönche sie gebaut.
Mönche sind Männer, die für Gott leben.
Sie haben sehr einfach gelebt.
Darum ist auch die Kirche einfach gebaut.
Trotzdem ist die Kirche sehr schön.
Neben der Kirche ist ein kleiner alter Garten.
In der Kirche gibt es noch eine Überraschung.
Das ist die Marien-Kapelle.
Eine Kapelle ist ein kleiner Raum zum Beten.
Der Mönch Notker Becker hat sie gestaltet.
Er war ein Künstler.
Er ist vor ungefähr 50 Jahren gestorben.

In the heart of Oppenheim‘s old town, St Bartholomew‘s Church invites visitors to immerse themselves in the town‘s eventful religious history.

Originally built in the 13th century as the church of a Franciscan monastery, it still reflects the order‘s simple, clear architecture. The understated beauty of the church interior and the small former monastery garden make St Bartholomew‘s a rewarding destination for anyone wishing to discover Oppenheim. St. Mary’s Chapel, decorated by the Benedictine monk Notker Becker (1883-1978), is a surprising and well hidden artistic treasure.

Au coeur de la vieille ville d‘Oppenheim, l‘église Saint-Barthélemy invite à plonger dans l‘histoire religieuse mouvementée de la cité.

Construite à l‘origine au XIIIe siècle pour servir d‘église à un monastère franciscain, elle reflète encore aujourd‘hui l‘architecture sobre et épurée de l‘Ordre. La beauté discrète de la nef et le petit jardin de l’ancien monastère font de l’église Saint-Barthélemy une étape qui vaut le détour pour qui souhaite découvrir Oppenheim. La chapelle mariale, aménagée par le moine bénédictin Notker Becker (1883-1978), recèle également un trésor artistique inattendu.

Midden in de oude binnenstad van Oppenheim nodigt de kerk St. Bartholomäus uit om je te verdiepen in de bewogen religieuze geschiedenis van de stad.

Oorspronkelijk in de 13e eeuw gebouwd als kerk van een franciscanenklooster, weerspiegelt zij nog altijd de sobere en heldere architectuur van de orde. Niet alleen de ingetogen schoonheid van de kerkruimte en de kleine voormalige kloostertuin maken St. Bartholomäus tot een waardevolle bestemming voor wie Oppenheim wil ontdekken. Met de door benedictijner monnik Notker Becker (1883-1978) ingerichte Mariakapel verbergt zich hier bovendien een verrassende kunstschat.

RUNDGANG/TOUR 3 - ROUTE

  • Anton Prätorius Haus (39)
  • Katharinenkirche (01)
  • Michaelskapelle (04)
  • Friedhof (15)
  • Antoniterkloster (50)
  • Welschdorfgarten (20)
  • Rathofkapelle (34)
  • Gelbes Haus (43)
  • Kirche St. Bartholomäus (16)

GUT ZU WISSEN

Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

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