STADTMAUER - COMTE DE MÉLAC
Die erhaltenen Reste der Oppenheimer Stadtmauer sind Zeugen zahlreicher Zerstörungen und Wiedererrichtungen, darunter ist eine der dramatischsten Nächte der Stadtgeschichte hervorzuheben.
Im Jahr 1689 während des Pfälzischen Erbfolgekrieges ließ der französische General Ezéchiel du Mas, Comte de Mélac, Oppenheim in Brand setzen. Flammen verschlangen Häuser, Kirchen und Teile der Befestigung, während nur wenigen Bewohnern die Flucht gelang. Wer heute entlang der erhaltenen Mauern geht, begegnet den Spuren dieser Katastrophe. Zugleich erinnern sie an den Mut zum Neuanfang, aus dem das barocke Oppenheim entstand, das Besucher heute begeistert.
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Die Stadtmauer von Oppenheim erinnert bis heute an eines der einschneidendsten Kapitel der Stadtgeschichte: die Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg.
Als der französische König Ludwig XIV. 1688 den Krieg begann, wurde das linke Rheinufer zum Schauplatz weitreichender Verwüstungen. Eine zentrale Rolle spielte dabei Ezéchiel du Mas, Comte de Mélac, ein General der französischen Armee, verantwortlich für die militärischen Maßnahmen in der Region.
Durch seine Lage am Rhein und die Nähe zur Burg Landskron besaß Oppenheim erhebliche strategische Bedeutung. Nachdem kaiserliche Truppen Anfang 1689 abgezogen waren, rückten französische Einheiten unter Mélac in die Stadt ein. Kurz darauf erhielt er den Befehl, die Pfalz systematisch zu zerstören, um dem Gegner jede Versorgungsgrundlage zu entziehen – eine militärische Strategie, die das Gebiet unbewohnbar machen und jeden Widerstand brechen sollte.
Am 31. Mai 1689 stand Oppenheim in Flammen. Zunächst erfassten die Feuer die Vorstädte, dann griffen sie auf die Altstadt über. Innerhalb kurzer Zeit wurden weite Teile der Stadt zerstört – auch bedeutende Bauwerke wie die Katharinenkirche, das Rathaus, Abschnitte der Stadtmauer und zahlreiche Wohnhäuser trugen schwere Schäden davon oder wurden vollständig vernichtet. Kurz darauf traf es auch die oberhalb gelegene Burg Landskron.
Für die Bevölkerung bedeutete dies einen tiefen Einschnitt: Viele Menschen flohen, die städtische Struktur lag weitgehend in Trümmern. Erst nach 1700 begann ein langsamer, mühsamer Wiederaufbau. Die barocken Fassaden, die das heutige Stadtbild so eindrucksvoll prägen, gehen vielfach auf genau diese Zeit zurück – ein Zeichen dafür, wie die Stadt aus der Zerstörung neue Gestalt gewann.
Die erhaltenen Reste der Stadtmauer stehen bis heute als stilles, eindringliches Zeugnis dieser Ereignisse. Sie erinnern an die militärischen Konflikte jener Zeit und an die tiefgreifenden Veränderungen, die Oppenheim im späten 17. Jahrhundert erlebte – und zugleich an die Widerstandskraft, mit der die Stadt daraus wieder erwuchs.
Diese gigantische, dicke Steinmauer gehörte zur früheren Stadtbefestigung von Oppenheim.
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Sie beschützte die Stadt über Jahrhunderte mit ihren großen Toren und Wehrtürmen vor Feinden. Doch im Mai 1689 nutzte all das nichts mehr.Ein französischer General namens Ezechiel du Mas, Graf von Mélac, marschierte mit einer riesigen Armee ein.
Sein König Ludwig XIV. von Frankreich hatte einen rücksichtslosen Plan: Wenn seine Soldaten Oppenheim nicht behalten konnten, sollte es auch kein anderer bekommen. Er befahl Mélac, die Taktik der „verbrannten Erde“ anzuwenden. Das bedeutete: Alles musste komplett zerstört werden.
Am 31. Mai 1689 passierte das Unglück. Mélacs Soldaten kletterten auf die Stadtmauer, legten überall gefährliches Schwarzpulver aus und zündeten alles an. Mit einem ohrenbetäubenden Lärm flogen Teile der mächtigen Mauern und die stolze Burg in die Luft. Gleichzeitig legten die Soldaten an allen Ecken Feuer. Ganz Oppenheim verwandelte sich in ein riesiges Flammenmeer. Die verängstigten Bürger mussten um ihr Leben rennen und hilflos zusehen, wie ihre Heimat verbrannte.
Wenn du heute an der Westseite von Oppenheim spazieren gehst, kannst du die Reste der alten Stadtmauer immer noch sehen. Experten haben bei Untersuchungen an den Steinen sogar echte Brand- und Sprengspuren von damals entdeckt. Sie sind der steinerne Beweis für den Tag, an dem General Mélac Oppenheims Schutzwall zerstörte.
Von der alten Stadt-Mauer sind noch Reste da.
Die Mauer wurde oft kaputt gemacht.
Und die Menschen haben sie oft wieder aufgebaut.
Eine Nacht war besonders schlimm.
Vor ungefähr 340 Jahren war Krieg.
Ein General aus Frankreich kam nach Oppenheim.
Er hieß Ezéchiel du Mas, Comte de Mélac.
Er hat befohlen: Zündet die Stadt an.
Das Feuer hat Häuser und Kirchen zerstört.
Auch Teile von der Mauer sind verbrannt.
Nur wenige Menschen konnten fliehen.
Danach haben die Menschen die Stadt neu gebaut.
The surviving remains of Oppenheim‘s town wall bear witness to numerous destructions and reconstructions, including one of the most dramatic nights in the town‘s history.
In 1689, during the War of the Palatine Succession, the French general Ezéchiel du Mas, Comte de Mélac, ordered Oppenheim to be set on fire. Flames consumed houses, churches and parts of the fortifications, while only a few inhabitants managed to escape. Those who walk along the surviving walls today encounter the traces of this catastrophe. At the same time, these walls recall the courage to start anew, from which the newly constructed Baroque style Oppenheim emerged.
Les vestiges conservés des remparts d‘Oppenheim témoignent de nombreuses destructions et reconstructions, parmi lesquelles il convient de mentionner l‘une des nuits les plus dramatiques de l‘histoire de la ville.
En 1689, pendant la guerre de Succession du Palatinat, le général français Ezéchiel du Mas, comte de Mélac, fit incendier Oppenheim. Les flammes ont ravagé les maisons, les églises et une partie des fortifications, tandis que seuls quelques habitants ont réussi à prendre la fuite. Quiconque se promène aujourd‘hui le long des remparts préservés découvre les traces de cette catastrophe. Les traces rappellent en même temps le courage du recommencement, dont naquit l‘Oppenheim baroque qui enchante aujourd‘hui les visiteurs.
De bewaarde resten van de Oppenheimer stadsmuur getuigen van talrijke verwoestingen en wederopbouwen, waaronder een van de dramatischste nachten uit de stadsgeschiedenis.
In 1689, tijdens de Paltse Successieoorlog, liet de Franse generaal Ezéchiel du Mas, graaf de Mélac, Oppenheim in brand steken. Vlammen verslonden huizen, kerken en delen van de versterking, terwijl slechts weinig bewoners konden vluchten. Wie vandaag langs de bewaarde muren loopt, ontmoet de sporen van deze catastrofe. Tegelijkertijd herinneren zij aan de moed om opnieuw te beginnen, waaruit het barokke Oppenheim ontstond dat bezoekers vandaag nog steeds begeistert.
GUT ZU WISSEN
Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

