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FRIEDHOF

Der heutige Friedhof von Oppenheim, angelegt im 19. Jahrhundert, ist weit mehr als ein Ort der Erinnerung.

Eingebettet zwischen Altstadt und Weinlandschaft bietet sich in der parkähnlichen Anlage mit alten Bäumen, Sandsteinmauern und kunstvollen Grabmalen die Möglichkeit eines besonderen Spaziergangs. Hier ruhen bedeutende Persönlichkeiten wie Paul Wallot, der Architekt des Berliner Reichstags oder Jakob Steffan, der erste Innenminister von Rheinland-Pfalz. Die eindrucksvollen Grabstätten erzählen von der Geschichte Oppenheims und seinen Menschen über viele Generationen hinweg.

Am Rand der Oppenheimer Altstadt öffnet sich ein stiller, beinahe parkartiger Ort, an dem sich Geschichte auf besondere Weise entdecken lässt.

Der heutige Friedhof wurde erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts außerhalb der damaligen Stadtmauern angelegt. Diese Verlagerung entsprach einem allgemeinen Wandel der Begräbniskultur: Innerstädtische Kirchhöfe wurden aus hygienischen und städtebaulichen Gründen zunehmend aufgegeben. Bis heute markiert der Friedhof den Übergang zwischen historischer Bebauung und freier Landschaft.

Alte Bäume, Sandsteinmauern und kunstvoll gearbeitete Grabmale verleihen der Anlage ihre besondere Atmosphäre. Wer hier zwischen den Gräbern entlanggeht, begegnet nicht nur einem Ort der Bestattung, sondern auch einem eindrucksvollen Spiegel der Oppenheimer Kultur- und Sozialgeschichte. Besonders ins Auge fallen die aufwendig gestalteten Familiengräber wohlhabender Bürger und Weinhändler. Viele zeigen neugotische oder klassizistische Formen und stehen als Zeugnisse historischer Sepulkralkultur unter Denkmalschutz.

Auch bekannte Persönlichkeiten fanden hier ihre letzte Ruhe. Dazu gehört Jakob Steffan, der erste Innenminister von Rheinland-Pfalz nach 1945, der 1957 auf dem Oppenheimer Friedhof beigesetzt wurde. Ebenfalls hier befindet sich das Grab von Paul Wallot, dem Architekten des Reichstagsgebäudes in Berlin. Obwohl er in Langenschwalbach starb, wurde er im Familiengrab in Oppenheim beigesetzt.

Die Geschichte des Friedhofs führt zugleich zurück zu älteren Begräbnisorten innerhalb der Stadt. Über Jahrhunderte diente der Kirchhof an der Kirche St. Katharinen als zentrale Begräbnisstätte. Die dort erhaltene Michaelskapelle mit ihrem Beinhaus erinnert an frühere Praktiken, bei denen Gebeine aus Platzgründen umgelagert wurden.

Auf dem heutigen Friedhof befindet sich außerdem eine Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege. Die heutige Friedhofskapelle entstand in den 1970er Jahren als Ersatz für einen älteren Bau und zeigt deutliche stilistische Anklänge an den Brutalismus.

Ein weiterer bedeutender Ort der Oppenheimer Erinnerungskultur ist der jüdische Friedhof am Amselweg. Grabsteine seit dem 18. Jahrhundert dokumentieren dort die lange Geschichte der jüdischen Gemeinde. Hebräische Inschriften und symbolische Darstellungen geben bis heute berührende Einblicke in religiöse Traditionen und Begräbniskultur.

Im Mittelalter wollte jeder Mensch unbedingt ganz nah bei der Kirche begraben werden, weil das als besonders heilig galt.

Aber Oppenheim wuchs immer weiter, und der Platz um die Kirche herum war sehr eng.

Es gab so wenig Platz, dass man sogar das Beinhaus brauchte, um Platz für neue Gräber zu machen!

Zum Schutz vor Krankheiten wie der Pest verstanden die Ärzte vor 300 Jahren immer besser, dass es für die Gesundheit der lebenden Bürger viel sicherer ist, wenn die Toten nicht mitten in der engen Altstadt, sondern außerhalb der Stadtmauern ihre Ruhe finden.

Deshalb hat Oppenheim einen neuen, modernen Friedhof gebaut. Dieser liegt ein Stückchen außerhalb der Stadtmauer und der engen Altstadt im Grünen. Dort gibt es wunderschöne alte Bäume und ganz viel Platz für Ruhe und Frieden.

Wenn du hier entlanggehst, siehst du alte Grabsteine, große Bäume und kunstvolle Denkmäler. Manche Gräber gehören bedeutenden Familien aus der Stadt, wie Jakob Steffan oder Paul Wallot. Ihre Grabmale erzählen ohne Worte, wie wichtig diese Menschen einmal waren.

Es gibt außerdem eine Gedenkstätte für Soldaten, die in den Weltkriegen gestorben sind. Die heutige Friedhofskapelle stammt aus den 1970er Jahren und wirkt deshalb ganz anders als die alten Grabmäler.

Der Friedhof von Oppenheim ist mehr als 100 Jahre alt.

Der Friedhof ist wie ein Park.
Es gibt alte Bäume und Mauern aus Sand-Stein.
Viele Grab-Steine sind sehr aufwendig.
Hier können Sie gut spazieren gehen.
Auf dem Friedhof liegen auch berühmte Menschen.
Zum Beispiel der Bau-Meister Paul Wallot.
Er hat das Reichs-Tags-Gebäude in Berlin gebaut.
Das Reichs-Tags-Gebäude ist sehr berühmt.
Auch der Politiker Jakob Steffan ist hier begraben.
Er war der erste Innen-Minister von Rheinland-Pfalz.
Die Gräber erzählen von den Menschen aus Oppenheim.

Oppenheim‘s present cemetery, laid out in the 19th century, is far more than a place of remembrance.

Set between the old town and the wine-growing landscape, its park-like grounds with mature trees, sandstone walls and finely crafted memorials offer a special kind of walk. Significant figures such as Paul Wallot, architect of the Reichstag building in Berlin, and Jakob Steffan, Rhineland-Palatinate‘s first Minister of the Interior, are buried here. The impressive graves tell the story of Oppenheim and its people across many generations.

L’actuel cimetière d‘Oppenheim, aménagé au XIXe siècle, est bien plus qu‘un simple lieu de mémoire.

Situé entre la vieille ville et le paysage viticole, ce terrain semblable à un parc invite à une promenade hors du commun, avec ses arbres anciens, ses murs en grès et ses monuments funéraires sculptés. C‘est ici que reposent des personnalités importantes telles que Paul Wallot, l‘architecte du Reichstag de Berlin, ou Jakob Steffan, le premier ministre de l‘Intérieur de Rhénanie-Palatinat. Les sépultures impressionnantes racontent l‘histoire d‘Oppenheim et de ses habitants à travers de nombreuses générations.

De huidige begraafplaats van Oppenheim, aangelegd in de 19e eeuw, is veel meer dan een plek van herinnering.

Ingebed tussen oude stad en wijnlandschap biedt het parkachtige terrein met oude bomen, zandstenen muren en kunstzinnige grafmonumenten de mogelijkheid voor een bijzondere wandeling. Hier rusten belangrijke persoonlijkheden zoals Paul Wallot, de architect van de Berlijnse Rijksdag, en Jakob Steffan, de eerste minister van Binnenlandse Zaken van Rijnland-Palts. De indrukwekkende graven vertellen over de geschiedenis van Oppenheim en zijn mensen door vele generaties heen.

RUNDGANG/TOUR 3 - ROUTE

  • Anton Prätorius Haus (39)
  • Katharinenkirche (01)
  • Michaelskapelle (04)
  • Friedhof (15)
  • Antoniterkloster (50)
  • Welschdorfgarten (20)
  • Rathofkapelle (34)
  • Gelbes Haus (43)
  • Kirche St. Bartholomäus (16)

GUT ZU WISSEN

Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

AUCH VERFÜGBAR

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