HUGENOTTENHOF
Mitten in der Oppenheimer Altstadt verbindet der Hugenottenhof Geschichte und Erinnerung auf besondere Weise.
Im Kern aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammend, erzählt sein heutiges Erscheinungsbild von der Zeit nach der Zerstörung der Stadt im Jahr 1689. Sein Name verweist auf die Glaubensflüchtlinge aus Frankreich und den spanischen Niederlanden, die in Oppenheim eine neue Heimat fanden. Unter dem Haus verbergen sich mittelalterliche Gewölbekeller als Teil des berühmten Oppenheimer Kellerlabyrinths – ein faszinierendes Zeugnis vergangener Jahrhunderte.
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Mitten in der historischen Altstadt, in der Krämerstraße 1, steht der Hugenottenhof – ein Wohn- und Geschäftshaus mit einem Kern aus dem 16. oder 17. Jahrhundert.
Nach der verheerenden Zerstörung Oppenheims 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde es barock überformt, und bis heute erzählt seine Fassade eindrucksvoll von dieser langen Baugeschichte.
Ein Wappen mit dem Namen „Gillot“ ziert die Fassade und verweist auf die Eigentümerfamilie – eine der sichtbaren Spuren der Hausgeschichte. Der heutige Name „Hugenottenhof“ ist dagegen jüngeren Datums und war ursprünglich nicht die Bezeichnung des Gebäudes. Ein direkter Nachweis, dass Hugenotten den Hof erbaut oder lange bewohnt haben, ist nicht bekannt.
Der Name erzählt vielmehr eine größere Geschichte: Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes 1685 verließen viele französische Protestanten ihre Heimat, und auch die Kurpfalz nahm Glaubensflüchtlinge auf. In Oppenheim entstand daraufhin ein eigener Siedlungsbereich, das sogenannte „Welschdorf“ – benannt nach der romanischsprachigen Herkunft vieler Zugewanderter. Neben Hugenotten fanden hier auch reformierte Einwanderer aus den Niederlanden und der Schweiz eine neue Heimat und brachten wertvolles Handwerk, Handelsverbindungen und kulturelle Impulse mit.
Auch wenn sich keine direkte Verbindung zu einer bestimmten Hugenottenfamilie belegen lässt, erklärt die Nähe zum einstigen Welschdorf, warum das Gebäude später mit dieser bewegten Geschichte verknüpft wurde. Der Name lebt so vor allem als Teil der lokalen Erinnerungskultur fort.
Ein besonderer Schatz verbirgt sich unter dem Gebäude: tonnengewölbte Keller mit spätmittelalterlichem Kern, kunstvoll in die Hanglage der Altstadt eingebettet. Seit dem Mittelalter dienten solche Keller als Lagerräume für Waren und Wein – und die des Hugenottenhofs sind Teil des weitläufigen Oppenheimer Kellerlabyrinths, das sich unter weiten Teilen der Altstadt erstreckt.
In jüngerer Zeit diente der Hugenottenhof unter anderem als Gastwirtschaft, bekannt unter dem Namen „Hugenottenhof und Alte Schmiede“. Mit historischer Fassade, altem Wappen und geheimnisvollen Kelleranlagen bleibt das Gebäude bis heute ein lebendiges Zeugnis Oppenheimer Stadtgeschichte.
Vor dir erhebt sich der Hugenottenhof.
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Teile dieses Gebäudes stammen aus dem 16. Jahrhundert. Nach Zerstörung in einem schlimmen Krieg im Jahr 1689 wurde es wieder aufgebaut und verändert.
Schau mal nach oben: An der Fassade entdeckst du ein Wappen mit dem Namen „Gillot“, dem Namengeber des Hauses. Dieser Name weist uns auf die Geschichte der Hugenotten hin. Diese waren französische Protestanten, die vor über 400 Jahren wegen ihres Glaubens aus Frankreich fliehen mussten. In Oppenheim fanden sie Schutz und gründeten ein eigenes Viertel, das „Welschdorf“: „welsch“ wurden sie genannt, weil sie eine romanische Sprache, Französisch, sprachen.
Sie brachten viel Schwung in die Stadt, bauten eine französische Schule und feierten eigene Gottesdienste. Sogar der weltberühmte Künstler Matthäus Merian arbeitete in einer ihrer Druckereien bei Theodor de Bry.
Unter dem Hugenottenhof befinden sich tiefe Steinkeller. Hier lagerten wertvolle Waren und Wein. Viele dieser Keller bilden das riesige, geheimnisvolle Oppenheimer Kellerlabyrinth.
Der Hugenotten-Hof steht in der Alt-Stadt.
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Der älteste Teil ist ungefähr 450 Jahre alt.
Vor ungefähr 340 Jahren wurde die Stadt zerstört.
Danach wurde das Haus wieder aufgebaut.
So sieht es heute noch aus.
Der Name erinnert an die Hugenotten.
Hugenotten waren Menschen aus Frankreich.
Sie haben anders an Gott geglaubt als die meisten.
Darum mussten sie aus ihrer Heimat fliehen.
Auch Menschen aus den Niederlanden sind gekommen.
In Oppenheim haben sie ein neues Zuhause gefunden.
Unter dem Haus sind alte Keller mit runden Decken.
Die Keller gehören zum Keller-Labyrinth von Oppenheim.
In the heart of Oppenheim‘s old town, the Huguenot Courtyard brings together history and remembrance in a special way.
At its core dating from the 16th or 17th century, its present appearance tells of the period after the town‘s destruction in 1689. Its name refers to the religious refugees from France and the Spanish Netherlands who found a new home in Oppenheim. Beneath the house lie medieval vaulted cellars that form part of the famous Oppenheim Cellar Labyrinth, a fascinating testimony to centuries past.
Au coeur de la vieille ville d‘Oppenheim, le Hugenottenhof unit l’histoire et la mémoire d‘une manière particulière.
Bien que son origine remonte au XVIe ou au XVIIe siècle, son aspect actuel témoigne de la période qui a suivi la destruction de la ville en 1689. Son nom fait référence aux réfugiés religieux venus de France et des Pays-Bas espagnols qui ont trouvé une nouvelle patrie à Oppenheim. Sous la maison se cachent des caves voûtées médiévales qui font partie du célèbre labyrinthe de caves d‘Oppenheim, un témoignage fascinant des siècles passés.
Midden in de oude binnenstad van Oppenheim verbindt de Hugenottenhof geschiedenis en herinnering op bijzondere wijze.
In de kern daterend uit de 16e of 17e eeuw vertelt zijn huidige uiterlijk over de tijd na de verwoesting van de stad in 1689. De naam verwijst naar de geloofsvluchtelingen uit Frankrijk en de Spaanse Nederlanden die in Oppenheim een nieuw thuis vonden. Onder het huis liggen middeleeuwse gewelfde kelders als onderdeel van het beroemde Oppenheimer kelderlabyrint – een fascinerend getuigenis van voorbije eeuwen.
GUT ZU WISSEN
Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

