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KELLERLABYRINTH

Unter den Gassen der Altstadt von Oppenheim verbirgt sich ein einzigartiges und rätselhaftes Gebilde.

Das Oppenheimer Kellerlabyrinth. Seit dem frühen 13. Jahrhundert in den kalkigen Erdboden gegraben, entstand ein weit verzweigtes System aus Kellern, Gewölben und Gängen, nicht selten in mehreren Ebenen, das sich unter der gesamten Altstadt ausbreitet. Ursprünglich als Lager für Wein und Waren genutzt, bot es in Kriegszeiten sogar Schutz für die Bevölkerung. Heute zählt das Kellerlabyrinth zu den größten unterirdischen Stadtsystemen Europas. Bei Führungen lassen sich die geheimnisvollen, beleuchteten Gänge entdecken – ein faszinierender Blick in die verborgene Geschichte der Stadt.

Tief unter den Gassen und Häusern Oppenheims verbirgt sich eine faszinierende Welt: das Oppenheimer Kellerlabyrinth.

Über Jahrhunderte entstand hier ein weit verzweigtes System aus Kellern und Verbindungsgängen. Seine Ursprünge reichen vermutlich bis ins 12. Jahrhundert zurück, als sich Oppenheim zu einem bedeutenden Handelsplatz am Rhein entwickelte. Mit dem wachsenden Handel stieg auch der Bedarf an Lagerraum für Wein, Waren und Vorräte. Der gut bearbeitbare Lössboden unter der Stadt bot dafür ideale Voraussetzungen.

Im Spätmittelalter wurde das unterirdische System immer weiter ausgebaut. Niedrige und hohe, teilweise weitläufige Gewölbe entstanden, oft in mehreren Ebenen übereinander. Treppen, Schächte und Durchbrüche verbanden die einzelnen Keller miteinander. Manches war bewusst geplant, anderes wuchs eher zufällig zusammen. So entwickelte sich unter großen Teilen der Altstadt ein regelrechtes Labyrinth.

Doch die Keller dienten nicht nur der Lagerung von Waren und Gütern. In Zeiten kriegerischer Bedrohung boten sie der Bevölkerung Schutz. Bei Belagerungen, etwa während des Dreißigjährigen Krieges, wurden die Gewölbe zu Zufluchtsorten. Nach der beinahe vollständigen Zerstörung Oppenheims im Pfälzischen Erbfolgekrieg verlagerte sich das wenige verbliebene städtische Leben sogar in den Untergrund.

Mit dem Wandel von Handel und Lagerwesen im 18. und 19. Jahrhundert verlor das Kellerlabyrinth zunehmend an Bedeutung. Zugänge wurden verfüllt, überbaut oder gerieten in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert rückten die verborgenen Räume wieder ins Bewusstsein, als bei Bauarbeiten unerwartet Hohlräume entdeckt wurden. Sogenannte Tagbrüche ließen Straßen oder Gärten einbrechen und machten die gewaltige Ausdehnung des Systems sichtbar.

Ein besonders eindrücklicher Vorfall begann mit ungewöhnlichen Geräuschen in einem Wohnhaus. Die Ursache lag jedoch nicht im Gebäude, sondern tief darunter. Kurz darauf sackte sogar ein Fahrzeug der Polizei auf der Straße in einen entstandenen Hohlraum ein.

Solche Ereignisse führten dazu, dass das Kellerlabyrinth systematisch vermessen, gesichert und teilweise geräumt wurde. Bis heute ist eine kontinuierliche Betreuung notwendig.

Heute gilt das Oppenheimer Kellerlabyrinth als eines der größten unterirdischen Stadtsysteme Europas. Für die Öffentlichkeit zugänglich ist es im Rahmen von Führungen, die regelmäßig angeboten werden. In den gesicherten und beleuchteten Gängen lässt sich eindrucksvoll erleben, wie eng Handel, Stadtentwicklung und das Leben der Menschen mit dieser geheimnisvollen Welt unter Oppenheim verbunden waren.

Unter Oppenheims Straßen liegt eine zweite Stadt: das Kellerlabyrinth.

Schon vor vielen hundert Jahren gruben Menschen Räume in den Boden. Sie brauchten kühle Lagerplätze für Wein und andere Waren.

Nach und nach kamen immer mehr Keller dazu. Manche liegen wie Stockwerke übereinander. Treppen und schmale Gänge verbinden sie. So entstand unter der Altstadt ein richtiges Netz.

In Kriegszeiten suchten Menschen dort unten Schutz. Später wurden viele Keller nicht mehr genutzt und vergessen. Die Menschen, die oben wohnten, wussten oftmals wenig oder nichts von den darunterliegenden Kellern und beachteten sie nicht. Wenn über längere Zeit oben zu viel Gewicht auf der Straßendecke lastete, kam es an manchen Stellen dadurch zu Einbrüchen der Straßen und es entstanden Löcher in der Stadt.

Heute sind viele Bereiche gesichert. Bei Führungen kannst du hinuntersteigen und sehen, wie Oppenheim unter der Erde aussieht und ein echtes Labyrinth aus Geschichte erleben. Manche Gänge wirken eng, andere wie kleine Räume in einem unterirdischen Haus.

Unter der Alt-Stadt von Oppenheim ist etwas Besonderes.

Dort gibt es sehr viele Keller und Gänge.
Die Keller und Gänge sind miteinander verbunden.
Zusammen heißen sie Keller-Labyrinth.
Ein Labyrinth ist ein Weg mit vielen Abzweigungen.
Darin kann man sich leicht verlaufen.
Vor ungefähr 800 Jahren haben Menschen angefangen zu graben.
Der Boden hier ist weich.
Deswegen konnte man leicht große Räume unter der Erde bauen.
So entstanden viele Gänge und Räume unter der ganzen Alt-Stadt.
Die Gänge liegen auch übereinander.
Früher haben die Menschen dort Wein und Waren gelagert.
Im Krieg haben sich die Menschen dort versteckt.
Sie können die Keller mit einer Führung anschauen.

Beneath the winding streets and passages of Oppenheim‘s old town lies a unique and enigmatic structure.

The Oppenheim Cellar Labyrinth. Dug into the calcareous earth from the early 13th century onwards, it developed into an extensive system of cellars, vaults and passages, often stretching over several levels and encompassing the entire old town. Originally used to store wine and goods, it even offered shelter to the population in times of war. Today the cellar labyrinth is among the largest underground urban systems in Europe. Guided tours reveal its mysterious illuminated corridors and offer a fascinating glimpse into the town‘s hidden history.

Une structure unique et mystérieuse se cache sous les ruelles de la vieille ville d‘Oppenheim.

Le labyrinthe de caves d‘Oppenheim. Creusé dans le sol calcaire dès le début du XIIIe siècle, ce réseau très étendu de caves, de voûtes et de galeries, souvent sur plusieurs niveaux, s‘étend sous l‘ensemble de la vieille ville. D‘abord utilisé pour entreposer le vin et les marchandises, il a même servi de refuge à la population en temps de guerre. Aujourd‘hui, ce labyrinthe de caves compte parmi les plus grands réseaux souterrains d‘Europe. Lors de visites guidées, on peut découvrir ces couloirs mystérieux et éclairés, offrant un aperçu fascinant de l‘histoire cachée de la ville.

Onder de stegen van de oude binnenstad van Oppenheim ligt een uniek en raadselachtig bouwwerk.

Het Oppenheimer kelderlabyrint. Vanaf het begin van de 13e eeuw uit de kalkrijke bodem gegraven, ontstond een wijdvertakt systeem van kelders, gewelven en gangen, vaak op meerdere niveaus, dat zich onder de hele oude stad uitstrekt. Oorspronkelijk diende het voor de opslag van wijn en goederen; in oorlogstijd bood het zelfs bescherming aan de bevolking. Vandaag behoort het kelderlabyrint tot de grootste ondergrondse stadssystemen van Europa. Tijdens rondleidingen zijn de geheimzinnige, verlichte gangen te ontdekken – een fascinerende blik in de verborgen geschiedenis van de stad.

RUNDGANG/TOUR 1 - ROUTE

  • Rathaus (08)
  • Kellerlabyrinth (12)
  • Katharinenkirche (01)
  • Frankensteiner Hof (26)
  • Geschlechterbrunnen (29)
  • Dalberger Hof – Villa Frowein (25)
  • Adelshof Wolfskehl-Gemmingen (24)
  • Alte Landschreiberei (33)
  • Rathofkapelle (34)
  • Altes Amtsgericht (28)
  • Gautor (02)

GUT ZU WISSEN

Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

AUCH VERFÜGBAR

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