Zum Inhalt springen

KRÖTENBRUNNEN

Der Krötenbrunnen in der Mainzer Straße ist als ein dekorativer Blickfang Teil einer bewussten städtebaulichen Gestaltung.

Mit seinen charakteristischen Krötenfiguren erinnert er aber an einen Ort außerhalb der Stadt, wo eine Quelle in den Weinbergen entsprang. Von dort führte ein Stollen das kostbare Wasser durch den Hang und machte den Flurnamen „Krötenbrunnen“ über Jahrhunderte bekannt. Aus diesem Namen entstand später eine der bekanntesten Oppenheimer Weinlagen, deren Rieslinge und Silvaner weit über die Region hinaus gehandelt wurden. So verbindet der Krötenbrunnen auf besondere Weise die Geschichte von Wasser, Wein und Landschaft – und öffnet ein faszinierendes Kapitel Oppenheimer Tradition.

Kröten aus Stein, ein alter Flurname, eine verborgene Quelle und eine berühmte Weinlage: Rund um den Krötenbrunnen verbinden sich gleich mehrere Kapitel Oppenheimer Geschichte.

Der Brunnen in der Mainzer Straße ist dabei jünger, als sein Name vermuten lässt. Er entstand erst im 20. Jahrhundert an einer städtebaulich markanten Stelle mitten in der Altstadt. Die Krötenfiguren, die ihn schmücken, greifen den überlieferten Namen „Krötenbrunnen“ auf. Anders als die historischen Brunnen der Stadt diente diese Anlage jedoch nie der Wasserversorgung. Sie war von Anfang an als gestalterisches Element im Stadtraum gedacht.

Der ursprüngliche Krötenbrunnen liegt außerhalb Oppenheims, mitten in den Weinbergen. Dort wurde eine natürliche Quelle technisch erschlossen. Um an das Wasser zu gelangen, trieb man einen rund 30 Meter langen Stollen in den Hang. Er leitete das Quellwasser in Sammelbecken und teilweise weiter in Richtung Stadt. Solche Anlagen mussten sorgfältig konstruiert und vor Verunreinigungen geschützt werden. Der Stollen selbst ist verschlossen und nicht zugänglich, doch sein Eingang und die Brunnenanlage sind vorhanden.

Woher der ungewöhnliche Name stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Eine Erklärung verweist auf die feuchte Umgebung, in der zahlreiche Kröten vorkamen. Eine andere führt ihn auf die Kurzform des Namens der heiligen Margarete zurück: aus „Grete“ soll „Kröte“ geworden sein. Noch charmanter klingt die mundartliche Deutung: Als „goldisch Krott“ bezeichnete man ein nettes Mädchen, und der Brunnen soll als geheimer Treffpunkt von Liebenden gegolten haben.

Aus dem Flurnamen entwickelte sich später die Weinlage „Oppenheimer Krötenbrunnen“. Kalkreiche Lössböden und die günstige Südausrichtung bieten hier besonders gute Bedingungen für Rebsorten wie Riesling und Silvaner. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gehörte der Krötenbrunnen zu den bekanntesten Weinlagen Deutschlands; seine Weine wurden überregional gehandelt und in bedeutende Städte exportiert.

Bis heute ist die Lage gesetzlich geschützt und wird von mehreren Weingütern bewirtschaftet. So führt der Name „Krötenbrunnen“ von einer historischen Quelle über eine moderne Brunnenanlage bis hinein in die traditionsreiche Weinkultur Oppenheims.

Du stehst hier in der Mainzer Straße vor dem Krötenbrunnen.

Er sieht zwar ziemlich alt aus, ist aber gar kein mittelalterlicher Brunnen, sondern eine moderne Anlage aus dem 20. Jahrhundert. Weil die Gelenke der kleinen Bronze-Kröten beweglich sind, kannst du sie beim Vorbeigehen sogar witzig verstellen.

Der echte Krötenbrunnen lag früher draußen in den Weinbergen. Weil dort viel Wasser gefunden wurde, wurde ein Brunnen gegraben. Kröten lieben solche feuchten, sumpfigen Orte, und so passte der Name perfekt! Damit das saubere Trinkwasser nicht weglief, bauten Menschen vor über 400 Jahren einen unheimlichen, 30 Meter langen Wassertunnel direkt in den Hang hinein. Von dort floss das wertvolle Nass früher durch unterirdische Rohre herab in die Altstadt, um die Familien zu versorgen. Heute ist der alte Stollen geschlossen, aber im Gelände kann man immer noch Reste davon entdecken.

Berühmt wurde der Name durch die danach benannte Weinbergslage „Oppenheimer Krötenbrunnen“. Damit war seit 1971 nicht nur ein einziger Weinberg gemeint, sondern ein riesiges Gebiet von Oppenheim über Alsheim bis nach Wintersheim. Dieser Name machte den leckeren Wein aus unserer Region sogar international bekannt.

Der Kröten-Brunnen steht in der Mainzer Straße.

Er ist sehr hübsch und fällt sofort auf.
Am Brunnen sehen Sie Figuren von Kröten.
Eine Kröte ist ein Tier.
Sie sieht so ähnlich aus wie ein Frosch.
Der Brunnen erinnert an einen Ort außerhalb der Stadt.
Dort in den Wein-Bergen kam Wasser aus der Erde.
Das Wasser war sehr wertvoll.
Dieser Ort hieß Kröten-Brunnen.
Später bekam ein Wein-Berg denselben Namen.
Der Wein von dort ist sehr bekannt.

The Krötenbrunnen (literally ‚Toad Fountain’) in Mainzer Strasse is part of a deliberate urban design as a decorative eye-catcher.

Its characteristic toad figures, however, recall a site outside the town where a spring once rose in the vineyards. From there, a tunnel carried the precious water through the pasture and made the field name ‚Krötenbrunnen‘ known for centuries. This name later gave rise to one of Oppenheim‘s best-known vineyard sites, whose Riesling and Silvaner wines were traded far beyond the region. The Krötenbrunnen thus brings together the history of water, wine and landscape in a special way and opens a fascinating chapter of Oppenheim tradition.

Le Krötenbrunnen de la Mainzer Straße, ou la fontaine aux crapauds, est un élément décoratif qui s‘inscrit dans une démarche d’aménagement urbain réfléchi.

Avec ses figures caractéristiques de crapauds, la fontaine évoque un lieu situé en dehors de la ville, où une source jaillissait autrefois dans les vignes. De là, une galerie acheminait l’eau précieuse à travers le versant, faisant ainsi connaître pendant des siècles le nom de lieu-dit « Krötenbrunnen ». Par la suite, de nom a donné naissance à l‘un des vignobles les plus célèbres d‘Oppenheim, dont les Rieslings et les Sylvaners étaient commercialisés bien au-delà de la région. Ainsi, la fontaine aux crapauds allie de manière singulière l‘histoire de l‘eau, du vin et du paysage, et ouvre un chapitre fascinant de la tradition d‘Oppenheim.

De Krötenbrunnen in de Mainzer Strasse is als decoratieve blikvanger onderdeel van een bewuste stedenbouwkundige vormgeving.

Met zijn kenmerkende padfiguren herinnert hij echter aan een plek buiten de stad, waar ooit een bron in de wijngaarden ontsprong. Vandaar voerde een gang het kostbare water door de helling en maakte de veldnaam ‚Krötenbrunnen‘ eeuwenlang bekend. Uit die naam ontstond later een van de bekendste Oppenheimer wijngaardlocaties, waarvan de Rieslings en Silvaners tot ver buiten de regio werden verhandeld. Zo verbindt de Krötenbrunnen op bijzondere wijze de geschiedenis van water, wijn en landschap, en opent hij een fascinerend hoofdstuk van Oppenheimse traditie.

GUT ZU WISSEN

Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

AUCH VERFÜGBAR

EXPERIENCE AVAILABLE IN