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HAUS ZUM FREITAG - POSTHOF

Der Thurn-und-Taxis-Posthof, einst als „Haus zum Freitag“ bekannt, versetzt in eine Zeit, als Nachrichten noch zu Pferd durch Europa reisten.

An der wichtigen Handelsroute zwischen Mainz und Worms gelegen, war Oppenheim im 17. und 18. Jahrhundert Teil des berühmten Postnetzes der Familie Thurn und Taxis. Im weitläufigen Hof wechselten Postreiter ihre Pferde, Reisende machten Halt und Sendungen wurden weitergeleitet. Torbogen, Innenhof und Wirtschaftsgebäude lassen diese Epoche bis heute erahnen und verleihen Oppenheim eine besondere historische Bedeutung im Verkehrs- und Kommunikationssystem früherer Jahrhunderte.

Unter dem klangvollen Namen Thurn-und-Taxis-Posthof verbirgt sich das „Haus zum Freitag“ – ein Name, der schon in frühneuzeitlichen Quellen belegt ist, lange bevor an dieser Stelle Postkutschen hielten.

Der weitläufige Hofkomplex besticht bis heute durch sein repräsentatives Wohngebäude zur Straße hin und die Wirtschaftsgebäude, die sich um den Innenhof gruppieren. Wohnräume, Lager und Stallungen erzählen anschaulich von der einstigen Funktion als geschäftige Poststation.

Dass ausgerechnet Oppenheim zur Poststation wurde, verdankt die Stadt ihrer guten Lage: an der bedeutenden Nord-Süd-Verbindung zwischen Mainz und Worms und direkt am Rhein, jener zentralen Lebensader des mitteleuropäischen Handels. Im 17. Jahrhundert organisierte sich das Postwesen im Heiligen Römischen Reich völlig neu, als die Familie Thurn und Taxis vom Kaiser das Recht erhielt, ein weitreichendes Postnetz aufzubauen – mit festen Routen, Pferdewechseln und verbindlichen Fahrzeiten. Oppenheim wurde zu einer wichtigen Relaisstation, an der Postsendungen und Reisende weitergeleitet wurden. Erst im 19. Jahrhundert, mit der Verstaatlichung des Postwesens, verlor die Familie Thurn und Taxis nach und nach ihre bedeutende Stellung.

Ein besonderes Kapitel schrieb das Jahr 1875: Der rückwärtige Flügel wurde nach Plänen des Architekten Paul Wallot umgebaut – ein gebürtiger Oppenheimer, der später mit dem Entwurf des Berliner Reichstagsgebäudes Geschichte schrieb und zeitlebens eng mit seiner Heimatstadt verbunden blieb, unter anderem mit einem Wohnsitz in der Krämerstraße.

Nach dem Ende seiner Postfunktion fand der Hof neue Bestimmungen als Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Und doch bleibt die historische Struktur bis heute lebendig spürbar: Der stattliche Torbogen, der stimmungsvolle Innenhof, die Flügelbauten und Speicherbereiche zeichnen ein eindrucksvolles Bild vergangener Zeiten. Damit zählt der Posthof zu den besterhaltenen Beispielen einer frühneuzeitlichen Poststation in der ganzen Region.

Heute in privatem Besitz, bewahrt das Gebäude dennoch seine charakteristische äußere Erscheinung – ein stiller, aber eindrucksvoller Zeuge früherer Verkehrs- und Kommunikationswege.

Wenn du heute vor dem Haus zum Freitag in der Merianstraße 13 stehst, blickst du auf den historischen Informationsumschlagplatz Oppenheims.

Dieses große Barockhaus war der wichtigste Ort für das Weiterleiten von Briefen.

Vor 300 Jahren gab es noch keine Autos, Züge oder Handys, weshalb Nachrichten oder Briefe per Pferd transportiert wurden.

Das Gebäude war der offizielle Posthof der Familie Thurn und Taxis, die die erste richtige Post in Europa erfand. Tag und Nacht kamen Postreiter auf schnellen Pferden angaloppiert, um wichtige Briefe zu bringen und abzuholen. In den großen Ställen des Hofes wurden die müden Tiere blitzschnell gegen frische, ausgeruhte Pferde getauscht, damit der Postbote ohne Pause weiterreiten konnte.

Im Jahr 1744 wurde diese wichtige Aufgabe sogar in einem echten Staatsvertrag, der „Postkonvention“, feierlich besiegelt. Die Vereinbarung legte fest, dass die Familie Thurn und Taxis das exklusive Recht besaß, im ganzen Land Post einzusammeln und zu verteilen. Zudem garantierte der Vertrag den Postreitern freie Fahrt an allen Grenzen und stellte Vergehen gegen diese unter Strafe.

Dieses Haus hieß früher Haus zum Freitag.

Später war hier ein Post-Hof.
Damals gab es noch keine Autos und keine Handys.
Nachrichten kamen mit dem Pferd.
Oppenheim liegt an der Straße zwischen Mainz und Worms.
Das war damals eine wichtige Straße.
Die Post gehörte der Familie Thurn und Taxis.
Im Hof haben die Reiter frische Pferde bekommen.
Reisende haben hier eine Pause gemacht.
Und die Briefe sind weiter-gereist.
Heute sehen Sie noch das große Tor.
Und Sie sehen den Hof und die alten Ställe.

The Thurn and Taxis post yard, once known as the ‚Haus zum Freitag‘, takes visitors back to a time when messages still travelled across Europe on horseback.

Situated on the important trade route between Mainz and Worms, Oppenheim was part of the famous Thurn and Taxis postal network in the 17th and 18th centuries. In the spacious courtyard, post riders changed horses, travellers stopped to rest and consignments were forwarded. The archway, inner courtyard and service buildings still evoke this era and give Oppenheim a special historical significance within the transport and communications system of earlier centuries.

La poste de Thurn-und-Taxis, autrefois connue sous le nom de « Haus zum Freitag », nous plonge dans une époque où les nouvelles traversaient encore l‘Europe à cheval.

Située sur l‘importante route commerciale entre Mayence à Worms, Oppenheim faisait partie, aux XVIIe et XVIIIe siècles, du célèbre réseau postal de la famille Thurn und Taxis. Dans la vaste cour, les cavaliers de la poste changeaient de chevaux, les voyageurs faisaient halte et les envois étaient acheminés. Le portail, la cour intérieure et les bâtiments d‘exploitation laissent encore deviner cette époque et confèrent à Oppenheim une importance historique particulière dans le réseau de transport et de communication des siècles passés.

De Thurn-und-Taxis-posthof, ooit bekend als ‚Haus zum Freitag‘, verplaatst bezoekers naar een tijd waarin berichten nog te paard door Europa reisden.

Gelegen aan de belangrijke handelsroute tussen Mainz en Worms maakte Oppenheim in de 17e en 18e eeuw deel uit van het beroemde postnetwerk van de familie Thurn und Taxis. Op de ruime binnenplaats wisselden postruiters van paard, hielden reizigers halt en werden zendingen verder vervoerd. Poortboog, binnenplaats en bedrijfsgebouwen laten deze periode tot op vandaag vermoeden en geven Oppenheim een bijzondere historische betekenis binnen het verkeers- en communicatiesysteem van vroegere eeuwen.

RUNDGANG/TOUR 5 - ROUTE

  • Oppenheimer Elle (05)
  • Rathaus (08)
  • Posthof Thurn & Taxis (37)
  • Kellerlabyrinth (12)
  • Katharinenkirche (01)
  • Michaelskapelle (04)
  • Burgruine Landskron (03)
  • Himmelstreppchen (06)
  • Uhrturm (36)
  • Krötenbrunnen (31)
  • Welschdorfgarten (20)

GUT ZU WISSEN

Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

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