RATHAUS
Als prägnantestes Gebäude am Marktplatz der Altstadt zeugt das Oppenheimer Rathaus von einer langen Stadtgeschichte.
Wo einst Münzen geprägt und später Geldgeschäfte abgewickelt wurden, schlägt seit 1621 das politische Herz der Stadt. Kriege und Zerstörungen konnten daran nichts ändern: Immer wieder wurde das Gebäude neu aufgebaut und blieb Rathaus. Seine Renaissancefassade erinnert bis heute an den Stolz und das Selbstbewusstsein der einstigen Reichsstadt Oppenheim.
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Mitten in der historischen Altstadt, an der Nordseite des Marktplatzes, erhebt sich das Oppenheimer Rathaus.
Der repräsentative Renaissancebau wurde 1621 errichtet und prägt bis heute das Gesicht des Platzes. Besonders markant sind seine beiden Gebäudeteile mit den hohen Stufengiebeln. Auf ihren Spitzen thront jeweils ein steinerner Adler. In seiner Gestaltung erinnert das Rathaus an den berühmten Frankfurter Römer – wenn auch in kleinerer Form und heute nur noch mit zwei Baukörpern.
Doch die Geschichte dieses Ortes reicht deutlich weiter zurück. Bevor hier das Rathaus entstand, stand an dieser Stelle das alte Münzhaus der Stadt. Im Spätmittelalter wurden dort Münzen geprägt, bis Oppenheim 1436 das Münzrecht verlor. Anschließend diente das Gebäude als Wechselstube. Erst nachdem ein älteres Rathaus an anderer Stelle abgebrannt war, entstand hier das neue Verwaltungsgebäude: das heutige Rathaus von 1621.
Auch dieses stattliche Bauwerk blieb von den dramatischen Ereignissen der Stadtgeschichte nicht verschont. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg, am 31. Mai 1689, legten französische Truppen Oppenheim in Schutt und Asche. Das Rathaus brannte vollständig aus. Ganze zwanzig Jahre vergingen, bevor der Wiederaufbau begann. 1709 wurde zunächst der östliche Teil neu errichtet. Der westliche Gebäudeteil folgte erst 1879, als das Rathaus ergänzt und zugleich baulich erneuert wurde.
Bis heute hat das Gebäude seine ursprüngliche Aufgabe bewahrt: Es ist Sitz der Stadtverwaltung. Hier befinden sich die Amtsräume der Stadtspitze und der historische Ratssaal, in dem auch Trauungen stattfinden.
Unter dem Rathaus eröffnet sich noch eine ganz andere Welt. Gewölbekeller führen in das weitläufige Oppenheimer Kellerlabyrinth. Teile dieser unterirdischen Anlagen reichen bis ins Hochmittelalter zurück. Ursprünglich dienten sie vor allem als Lagerkeller, später in Kriegszeiten auch als Schutzräume.
So verbindet das Rathaus auf eindrucksvolle Weise Vergangenheit und Gegenwart. Mitten am Marktplatz erzählt es von Aufstieg, Zerstörung und Wiederaufbau – und davon, wie sich ein historisches Bauwerk über Jahrhunderte hinweg seine Bedeutung und seine Funktion bewahren konnte.
Mitten in der Altstadt auf dem Marktplatz steht das Oppenheimer Rathaus.
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Es wurde 1621 gebaut und fällt sofort durch seine Bauweise auf: hohe Treppengiebel, steinerne Adler auf dem Dach und ein Auftritt, der sagt: Hier ist etwas Wichtiges los.
Bevor das Rathaus hier stand, befand sich an dieser Stelle das Münzhaus. Oppenheim hatte das Recht, selbst Münzen herzustellen, die dann zum Bezahlen verwendet wurden.
Da Oppenheim eine berühmte Handelsstadt am Rhein war, kamen Kaufleute aus vielen verschiedenen Ländern mit Pferd und Wagen zum Marktplatz. Doch jeder hatte anderes Geld in den Taschen. Weil man im Jahr 1436 aufhörte, im Münzhaus selbst Geld zu machen, wurde das Gebäude zur Wechselstube. Die fremden Händler mussten dort ihre eigenen Münzen gegen das Geld eintauschen, das in Oppenheim gültig war. Erst danach durften sie auf dem Markt Essen, Stoffe oder Spielzeug kaufen.
Es war also wie eine Bank heute, damit am Marktplatz alle ehrlich miteinander handeln konnten!
Heute arbeitet hier die Stadtverwaltung. Im historischen Saal finden Trauungen statt. Unter dem Gebäude liegen alte Keller, die zum großen unterirdischen Kellersystem der Stadt gehören.
Das Gebäude hat bis heute eine wichtige Funktion in der Stadt. Hier wird das Zusammenleben der Menschen in der Stadt organisiert und entschieden.
Das Rathaus steht am Markt-Platz in der Alt-Stadt.
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Es ist das auffälligste Haus am Platz.
Früher hat man hier Geld-Münzen gemacht.
Seit mehr als 400 Jahren ist hier das Rathaus.
Im Rathaus arbeiten Menschen für die Stadt.
Hier werden wichtige Dinge für die Stadt entschieden.
In Kriegen ging das Haus oft kaputt.
Aber die Menschen haben es immer wieder neu gebaut.
Und es blieb immer das Rathaus.
Die Außen-Wand ist sehr schön gestaltet.
Sie zeigt: Die Menschen waren stolz auf ihre Stadt.
As the most distinctive building on the old town‘s market square, Oppenheim Town Hall bears witness to a long municipal history.
Where coins were once minted and financial transactions were later conducted, the political heart of the town has beaten since 1621. Wars and destruction could not change that: the building was rebuilt again and again and remained the town hall. Its Renaissance façade still reflects the pride and confidence of the former imperial city of Oppenheim.
L’hôtel de ville d’Oppenheim, édifice le plus emblématique de la place du marché dans la vieille ville, témoigne d’une longue histoire urbaine.
Depuis 1621, le coeur politique de la ville bat là où l‘on frappait autrefois la monnaie et où, plus tard, s’effectuaient des transactions financières. Ni les guerres ni les destructions n‘ont pu y changer quoi que ce soit : le bâtiment a été reconstruit à maintes reprises et a conservé sa fonction de mairie. Sa façade de style Renaissance témoigne encore aujourd‘hui de la fierté et de l‘assurance de l‘ancienne ville impériale d‘Oppenheim.
Als het meest beeldbepalende gebouw aan de markt van de oude binnenstad getuigt het stadhuis van Oppenheim van een lange stedelijke geschiedenis.
Waar ooit munten werden geslagen en later geldzaken werden afgehandeld, klopt sinds 1621 het politieke hart van de stad. Oorlogen en verwoestingen konden daar niets aan veranderen: telkens weer werd het gebouw herbouwd en bleef het stadhuis. De renaissancegevel herinnert tot op vandaag aan de trots en het zelfbewustzijn van de voormalige rijksstad Oppenheim.
GUT ZU WISSEN
Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

