UHRTURM
Der Uhrturm zählt zu den markantesten Wahrzeichen Oppenheims.
Bereits 1255 als Zollturm am ehemaligen Rheintor erwähnt, schützte er einst den Warenverkehr und bewachte den Zugang zur Reichsstadt. Nach seiner Zerstörung im Jahr 1689 blieb der Turm über 150 Jahre als Ruine bestehen, bevor er im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil neu aufgebaut wurde. Mit seinen Zinnen, dem spitzen Turmhelm und der weithin sichtbaren Uhr prägt er bis heute das Stadtbild. Der Uhrturm kündet von mittelalterlicher Wehrhaftigkeit, vom Wiederaufbau nach schweren Zeiten und vom Engagement der Oppenheimer Bürgerschaft, die dieses bedeutende Denkmal bis heute bewahrt.
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Der Uhrturm gehört zur mittelalterlichen Stadtbefestigung Oppenheims, die einst aus Stadtmauer, Graben und zahlreichen Türmen bestand und die strategisch wichtige Reichsstadt am Rhein schützte.
Als Wachposten, Mauerverstärkung und Aussichtspunkt erfüllten die Türme ganz unterschiedliche Aufgaben. Besonders der Stadtbrand und die Zerstörungen durch französische Truppen im Jahr 1689 setzten der Anlage über lange Zeit hinweg schwer zu.
In der Nähe des ehemaligen Rheintors, mit Blick zum Fluss, steht der Uhrturm an einer einst besonders sensiblen Stelle: Hier musste ein zur Talseite hin offener Abschnitt der Stadt gesichert werden. Ursprünglich als Zollturm bekannt, kontrollierte er den Warenverkehr vom Rhein und bewachte das außerhalb der Stadtmauer gelegene Zollhaus.
Schon 1255 wird der Turm urkundlich erwähnt – mit Scharten und einem Zugang vom Wehrgang war er ein wehrhafter Teil der Stadtmauer. Auch er fiel 1689 den Flammen zum Opfer; erhalten blieb nur das massive Sockelgeschoss aus Bruchstein, während der obere Teil als Ruine zurückblieb.
Mehr als 150 Jahre lang lag der Turmrest brach, bis 1843 und 1844 ein Wiederaufbau im Stil der Neugotik erfolgte: Spitzbogenfenster, Zinnen und ein stattlicher Turmhelm verliehen ihm sein neues Gesicht – und seither trägt er den Namen „Uhrturm“. Zeitweise diente er als Beobachtungsposten für Hochwasser und Waldbrände sowie zur Trocknung von Feuerwehrschläuchen.
1907 erhielt der Turm seine Uhr – zu einer Zeit, als präzise Zeitangaben immer wichtiger wurden: Arbeitszeiten waren streng getaktet, Zugfahrpläne folgten festen Zeiten, und Pünktlichkeit gewann an Bedeutung. Da viele Menschen damals noch keine eigene Uhr besaßen, war die Turmuhr eine wertvolle, zuverlässige Orientierung für die ganze Stadt.
Im Zweiten Weltkrieg musste die Glocke 1941 abgegeben werden; 1953 wurde sie ersetzt und 1989 durch eine zweite ergänzt, finanziert durch Spenden aus der Bürgerschaft.
Bis heute erzählt die Bauweise des Turms seine wechselvolle Geschichte: unten der unregelmäßige mittelalterliche Bruchstein-Sockel, darüber das regelmäßige, neugotische Mauerwerk mit den Spitzbogenöffnungen – ein lebendiges Zeugnis zweier Epochen. Seit den 1980er Jahren kümmert sich ein engagierter örtlicher Verein um Erhalt und Pflege des denkmalgeschützten Turms.
Im Jahr 1255 bauten die Menschen an dieser Stelle den „Weißen Turm“ als Teil der mächtigen Stadtmauer.
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Von oben hielten Wächter Ausschau und kontrollierten die Schiffe auf dem Rhein. Wer Waren in die Stadt bringen wollte, musste direkt am Turm Zoll bezahlen.
Im Jahr 1689 wurde der Turm im Krieg so zerstört, dass nur ein Steinstumpf übrigblieb.
Über 150 Jahre lang blieb der Turm eine Ruine. Doch in den Jahren 1843/44 bauten die Oppenheimer Bürger ihn im neugotischen Stil mit Zinnen und Spitzbögen wieder auf, diesmal als Uhrturm. Weil es damals noch keine Armbanduhren gab, brauchte die Stadt einen zentralen Zeitmesser. Dort konnten die Bürger sehen oder durch die Schläge der Glocke hören, wie spät es war. Im Inneren des Turms entdeckst du ein echtes mechanisches Uhrwerk aus dem Jahr 1907, das bis heute ohne Strom tickt.
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Turm zudem ein wichtiger Ort für die Feuerwehr: er diente als Hochwasser-Wache, um zu sehen, ob der Rhein über die Ufer stieg, der Turmwächter schlug Alarm bei Feuer in der Vorstadt und die Feuerwehr hängte ihre nassen Schläuche zum Trocknen im hohen Turm auf.
Der Uhr-Turm ist ein Wahr-Zeichen von Oppenheim.
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Ein Wahr-Zeichen ist etwas Bekanntes aus einer Stadt.
Vor mehr als 750 Jahren gab es den Turm schon.
Damals stand er neben dem Rhein-Tor.
Das war ein altes Stadt-Tor.
Der Turm hat den Eingang zur Stadt bewacht.
Vor ungefähr 340 Jahren ging der Turm kaputt.
Mehr als 150 Jahre lang war er eine Ruine.
Eine Ruine ist ein altes Haus, das kaputt ist.
Dann haben die Menschen den Turm neu gebaut.
Heute hat der Turm ein spitzes Dach.
Und er hat eine große Uhr.
Die Uhr können Sie von weitem sehen.
The Uhrturm is one of Oppenheim‘s most distinctive landmarks.
Mentioned as early as 1255 as a customs tower at the former Rhine Gate, it once protected the movement of goods and guarded access to the imperial city. After its destruction in 1689, the tower remained a ruin for more than 150 years before being rebuilt in the 19th century in Neo-Gothic style. With its battlements, pointed spire and clock visible from afar, it still shapes the townscape today. The Uhrturm shows to this day medieval defensiveness, reconstruction after hard times and the commitment of Oppenheim‘s citizens, who have preserved this important monument to the present day.
L’Uhrturm compte parmi les monuments les plus emblématiques d‘Oppenheim.
Mentionnée dès 1255 comme tour douanière à l‘ancienne porte du Rhin, elle protégeait autrefois le trafic de marchandises et surveillait l‘accès à la ville impériale. Après sa destruction en 1689, la tour est restée en ruines pendant plus de 150 ans avant d‘être reconstruite au XIXe siècle dans le style néogothique. Avec ses créneaux, sa flèche pointue et son horloge visible de loin, elle marque encore aujourd‘hui le paysage urbain. L’Uhrturm témoigne de la puissance défensive médiévale, de la reconstruction après des temps difficiles et de l‘engagement des citoyens d‘Oppenheim, qui ont préservé ce monument remarquable jusqu‘à nos jours.
De Uhrturm behoort tot de markantste herkenningspunten van Oppenheim.
Al in 1255 vermeld als toltoren bij de voormalige Rijnpoort, beschermde hij ooit het goederenverkeer en bewaakte hij de toegang tot de rijksstad. Na de verwoesting in 1689 bleef de toren meer dan 150 jaar als ruïne bestaan, voordat hij in de 19e eeuw in neogotische stijl werd herbouwd. Met zijn kantelen, spitse torenhelm en van verre zichtbare uurwerk bepaalt hij tot op vandaag het stadsbeeld. De Uhrturm getuigt van middeleeuwse weerbaarheid, van wederopbouw na zware tijden en van de inzet van de Oppenheimer burgers die dit belangrijke monument tot nu toe hebben behouden.
GUT ZU WISSEN
Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

