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ADELSHOF WOLFSKEHL-GEMMINGEN

Der Adelshof Wolfskehl-Gemmingen bildet den Abschluss einer Reihe von stattlichen Anwesen bedeutender Adelsfamilien, die sich entlang des Aufgangs von der Oppenheimer Altstadt hinauf zur Reichsburg Landskron reihten.

Er entstand im späten 15. Jahrhundert als Stadtsitz der adligen Familie Wolfskehl. Im 16. Jahrhundert übernahm die Familie von Gemmingen den Hof und ließ ihn im Stil der Renaissance erweitern. Sandsteinportale, Rundbögen und kunstvoll gestaltete Fensterfassungen zeugen noch heute von dieser Blütezeit. Obwohl das Anwesen im Dreißigjährigen Krieg beschädigt wurde, blieb es als späteres Kreisamt und Verwaltungssitz über Jahrhunderte ein wichtiger Teil des städtischen Lebens.

Massives Mauerwerk, ein großzügiger Innenhof und feine Renaissance-Details: Der Adelshof Wolfskehl-Gemmingen vermittelt noch heute etwas von der repräsentativen Welt des Adels in der Oppenheimer Altstadt.

Nur wenige Schritte von der Katharinenkirche entfernt, entstand er vermutlich im späten 15. Jahrhundert als städtischer Sitz der Familie Wolfskehl, eines Adelsgeschlechts im Reichsdienst.

Im 16. Jahrhundert wechselte der Hof in den Besitz der Familie von Gemmingen. Sie nutzte das Anwesen nicht nur als standesgemäßen Wohnsitz, sondern auch für Verwaltungsaufgaben. In dieser Zeit erhielt das Gebäude seine Renaissanceprägung. Sandsteinportale, Rundbögen und dekorative Fensterfassungen verliehen der zweigeschossigen Anlage einen repräsentativen Charakter. Wie sich ihre Geschichte in den Jahrhunderten zuvor im Einzelnen entwickelte, lässt sich allerdings nur eingeschränkt nachvollziehen: Aufgrund der weitgehenden Zerstörung Oppenheims im Dreißigjährigen Krieg ist die Überlieferung erst ab dem 17. Jahrhundert verlässlich.

Später begann für den Adelshof ein neues Kapitel. Im 18. und 19. Jahrhundert wechselten die Eigentümer mehrfach, doch das Anwesen blieb fest in die städtische Struktur eingebunden. Seine zentrale Lage nahe Markt und Rathaus machte es besonders interessant für Behörden und öffentliche Einrichtungen. 1857 ging der Hof schließlich in den Besitz der Gemeinde über – und aus dem früheren Adelssitz wurde ein Kreisamt.

Diese öffentliche Funktion setzte sich im 20. Jahrhundert fort. Unter anderem war hier die Verbandsgemeindeverwaltung untergebracht, bevor sie in neuere Verwaltungsgebäude umzog. Gerade dieser fortwährende Gebrauch half dabei, die historische Bausubstanz zu bewahren: Das alte Gebäude blieb nicht Kulisse, sondern Teil des täglichen Stadtlebens.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Adelshof restauriert und unter Denkmalschutz gestellt. Sein äußeres Erscheinungsbild ist bis heute weitgehend erhalten.

So lässt sich an einem einzigen Gebäude ein bemerkenswerter Wandel ablesen: vom adeligen Wohn- und Repräsentationsort zum Verwaltungsgebäude. Das imposante Gebäude bewahrt damit nicht nur Spuren adeliger Stadtkultur in Rheinhessen, sondern erzählt zugleich, wie historische Architektur über Jahrhunderte hinweg neue Aufgaben übernehmen konnte.

Das große, prächtige Gebäude vor dir ist der Adelshof Wolfskehl-Gemmingen! 

Wenn du von hier aus nach oben blickst, kannst du die Burg Landskron schon fast sehen.

Vor über 500 Jahren wohnten hier reiche, einflussreiche Adelsfamilien wie die Herren von Wolfskehl. Das „von“ im Namen verrät uns, woher sie kamen: aus dem hessischen Ort Wolfskehlen.

Weil die Burg auf dem Berg nicht wirklich zum Wohnen geeignet war, bauten sich diese einflussreichen Familien eigene Villen direkt unterhalb. Später übernahm die Familie von Gemmingen den Hof und machte ihn noch prachtvoller. Wenn oben auf der Burg Alarm geschlagen wurde, mussten diese Burgmannen sofort in ihre Rüstung schlüpfen und schnell auf die Burg laufen, um von dort die Stadt zu verteidigen.

Das Gebäude überstand schlimme Zeiten wie den Dreißigjährigen Krieg, wurde beschädigt und danach immer wieder aufgebaut. Später zog hier sogar die Kreisverwaltung ein, die heute in Ingelheim ist.

Heute steht der Hof unter Denkmalschutz und zeigt uns, wie Gebäude ihre Geheimnisse über Jahrhunderte behalten.

Von der Alt-Stadt führt ein Weg hinauf zur Burg Landskron.

An diesem Weg stehen mehrere große alte Häuser.
Hier haben früher adlige Familien gewohnt.
Adlige Familien waren reich und mächtig.
Das letzte Haus in der Reihe ist der Adels-Hof Wolfskehl-Gemmingen.
Vor ungefähr 550 Jahren hat die Familie Wolfskehl das Haus gebaut.
Später hat die Familie von Gemmingen das Haus bekommen.
Sie hat das Haus größer und schöner gemacht.
Heute sehen Sie noch Tore aus Sand-Stein.
Und Sie sehen Fenster mit schönen Formen.
In einem Krieg ging das Haus kaputt.
Aber die Menschen haben es wieder aufgebaut.
Später haben hier Beamte für die Verwaltung gearbeitet.

The Wolfskehl-Gemmingen noble residence is the last one in a series of stately estates belonging to important noble families.

Once ranging along the ascent from Oppenheim‘s old town up to the imperial castle of Landskron. It was built in the late 15th century as the town residence of the noble Wolfskehl family. In the 16th century the von Gemmingen family took over the property and extended it in Renaissance style. Sandstone portals, round arches and finely crafted window surrounds still bear witness to this period of prosperity. Although the estate was damaged during the Thirty Years‘ War, it remained an important part of civic life for centuries as a district office and administrative seat.

Le domaine noble de Wolfskehl-Gemmingen vient clore une série d’imposantes demeures appartenant à de grandes familles nobles, qui s‘alignaient autrefois le long de la montée menant de la vieille ville d‘Oppenheim au château impérial de Landskron.

Il a été construit à la fin du XVe siècle pour servir de résidence urbaine à la famille noble des Wolfskehl. Au XVIe siècle, la famille von Gemmingen reprit le domaine et le fit agrandir dans le style Renaissance. Les portails en grès, les arcs en plein cintre et les encadrements de fenêtres aux motifs artistiques témoignent encore aujourd‘hui de cette période de splendeur. Bien que le domaine ait été endommagé pendant la Guerre de Trente Ans, il est resté un élément important de la vie urbaine pendant des siècles, en tant que bureau de district et comme siège administratif.

De Adelshof Wolfskehl-Gemmingen vormt het sluitstuk van een reeks statige erven van belangrijke adellijke families, die zich langs de opgang van de oude binnenstad van Oppenheim naar de rijksburcht Landskron bevonden.

Het ontstond in de late 15e eeuw als stadsresidentie van de adellijke familie Wolfskehl. In de 16e eeuw nam de familie von Gemmingen het hof over en liet het in renaissancestijl uitbreiden. Zandstenen portalen, rondbogen en kunstig uitgewerkte vensteromlijstingen getuigen nog altijd van deze bloeiperiode. Hoewel het complex in de Dertigjarige Oorlog beschadigd raakte, bleef het later als districts- en bestuurszetel eeuwenlang een belangrijk onderdeel van het stedelijke leven.

RUNDGANG/TOUR 4 - ROUTE

  • Marktplatz (05)
  • Katharinenkirche (01)
  • Frankensteiner Hof (26)
  • Geschlechterbrunnen (29)
  • Dalberger Hof – Villa Frowein (25)
  • Adelshof Wolfskehl-Gemmingen (24)
  • Himmelstreppchen (06)
  • Ruprechtsturm (21)
  • Burgruine Landskron (03)
  • Sackträgerturm (35)
  • Wegekreuz von 1734 (46)
  • Gutleuthaus (30)
  • Deutsches Weinbaumuseum (11)
  • Stadtmauer in der Bädergasse (09)
  • Krötenbrunnen (31)
  • Oppenheimer Elle (05)
  • Rathaus (08)
  • Posthof Thurn & Taxis (37)
  • Kellerlabyrinth (12)

GUT ZU WISSEN

Alle Rundgänge starten zentral in der Altstadt und sind bequem zu Fuß erreichbar.
Dauer: ca. 1,5 bis 2,5 Stunden pro Rundgang

AUCH VERFÜGBAR

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